Wie entwickelt sich der Münchner Wohnimmobilienmarkt 2026?

Hohe Zinsen, stagnierender Neubau und wachsende Bevölkerung prägen die Aussichten für 2026. Der Münchner Wohnimmobilienmarkt bleibt angespannt – mit klaren Gewinnern bei Lage, Qualität und Energieeffizienz.

Der Münchner Wohnimmobilienmarkt steht 2026 vor einer neuen Phase: Nach Jahren extremer Preissteigerungen folgt eine Phase der Konsolidierung – jedoch ohne echten Preisverfall. Experten rechnen mit stabilen bis leicht steigenden Quadratmeterpreisen, wachsender Nachfrage nach energieeffizienten Objekten und einem anhaltenden Angebotsmangel. München bleibt einer der teuersten und begehrtesten Immobilienmärkte Europas.

München gilt seit Jahren als teuerster Wohnstandort Deutschlands. Trotz Zinswende und Baukrise bleibt die Nachfrage hoch. Der Münchner Wohnimmobilienmarkt 2026 wird nicht durch einen Einbruch geprägt, sondern durch eine strukturelle Neuordnung: Käufer agieren vorsichtiger, Verkäufer realistischer – doch der fundamentale Wohnungsmangel bleibt bestehen.

Allein zwischen 2015 und 2023 stiegen die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen um rund 65 %. Zwar kühlte sich der Markt 2024/25 ab, doch Experten sehen darin keine Trendwende, sondern eine Marktbereinigung.

Marktdaten und Prognosen für 2026

Kennzahl (München) Prognose 2026
Durchschnittspreis ETW (€/m²) 8.500 – 9.300
Mietpreis Neubau (€/m²) 22 – 26
Neubauvolumen pro Jahr < 9.000 WE
Benötigte Wohnungen p. a. ca. 18.000
Bevölkerungswachstum (p. a.) +0,6 – 0,8 %

Die Stadt wächst weiter, während der Wohnungsbau hinterherhinkt. Das strukturelle Defizit von jährlich rund 9.000 Wohnungen bleibt bestehen – ein zentraler Preistreiber.

Zentrale Einflussfaktoren 2026

1. Zinsniveau

Hypothekenzinsen stabilisieren sich voraussichtlich zwischen 3,0 und 3,5 %. Das schafft Planungssicherheit, begrenzt aber die Kaufkraft vieler Haushalte.

2. Neubaukrise

Hohe Baukosten, Materialpreise und strenge Energiestandards bremsen Projekte. Projektentwickler reduzieren Volumen – das Angebot verknappt sich weiter.

3. Energieeffizienz als Preistreiber

Objekte mit guter Energieklasse erzielen Preisaufschläge von bis zu 15 %. Sanierungsbedürftige Immobilien verlieren dagegen an Attraktivität.

4. Migration und Arbeitsmarkt

München bleibt Magnet für Fachkräfte. Technologie-, Mobilitäts- und Forschungssektor sichern Zuzug und Nachfrage.

Gewinner und Verlierer im Markt

Gewinner:

  • Zentrale Stadtteile mit U-Bahn-Anschluss
  • Neubauten und sanierte Altbauten
  • Objekte mit Energieklasse A–B
  • Kleine und mittlere Wohnungen

Verlierer:

  • Sanierungsbedürftige Bestände
  • Lagen ohne ÖPNV-Anbindung
  • Großwohnungen mit hohem Nebenkostenrisiko

Der Markt differenziert sich stärker nach Qualität – nicht nur nach Lage.

Reuters-Version – Marktbericht

München – Der Münchner Wohnimmobilienmarkt steuert 2026 auf eine Phase stabiler Preise bei anhaltender Knappheit zu. Marktanalysten erwarten keinen Einbruch, sondern eine strukturelle Konsolidierung nach Jahren starker Preissteigerungen.

Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen dürften sich zwischen 8.500 und 9.300 Euro einpendeln. Zwar dämpfen höhere Zinsen die Nachfrage, doch das strukturelle Defizit an Wohnraum bleibt bestehen. Die Stadt benötigt jährlich rund 18.000 neue Wohnungen, realisiert werden weniger als die Hälfte.

Besonders gefragt sind energieeffiziente Objekte in gut angebundenen Lagen. Käufer priorisieren Betriebskosten und Nachhaltigkeit stärker als zuvor. Sanierungsbedürftige Immobilien geraten unter Druck.

Ökonomen sehen München weiterhin als einen der stabilsten Immobilienmärkte Europas. Zuzug, Arbeitsmarktstärke und begrenzte Flächenreserven wirken preisstabilisierend. Der Markt wird selektiver – nicht günstiger.

Fazit: Stabilität statt Korrektur

Der Münchner Wohnimmobilienmarkt 2026 bleibt angespannt, hochwertig und teuer. Statt eines Preissturzes zeichnet sich eine Phase der Marktbereinigung ab: Qualität, Lage und Energieeffizienz entscheiden stärker über Wert und Nachfrage. Für Käufer bedeutet das mehr Verhandlungsspielraum – aber keine Schnäppchen.

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